Wildtiere in Mitteleuropa

Auch wenn große Teile der Landschaft in Mitteleuropa stark durch den Menschen geprägt sind, gibt es auch bei uns noch viele Säugetiere und Vögel in freier Wildbahn. Weil Straßen, Städte und Industrieanlagen in dichtbesiedelten Regionen fast überall zu finden sind, haben sich die Tiere in ruhigere Gebiete zurückgezogen oder sich an das Umfeld des Menschen angepasst. Wer aufmerksam durch die Natur läuft, wird immer wieder Feldhasen, Mäuse Storche, Reiher oder diversen Raubvögel zu sehen bekommen. Nachts lassen sich auch an Stadträndern Füchse, Marder und Waschbären beobachten. Auf Feldern und am Waldrand kann man aus dem Zug, von der Autobahn oder auf einem Spaziergang durch die Natur Rehe sehen. Wer sich auskennt oder Glück hat, kann auch weitere Tiere, wie Wildschweine, Hirsche, Steinböcke oder Auerhühner in freier Wildbahn beobachten. Wildparks und Zoos sind also nicht die einzigen Orte in Mittteleuropa, an denen man Tiere beobachten kann.

Rotfuchs

Der Rotfuchs ist der einzige mitteleuropäische Vertreter der Füchse. Sie haben ein sehr weites Verbreitungsgebiet und können sich an verschiedene Lebensräume anpassen. Wälder, Grasland, Äcker und in jüngerer Zeit zunehmend auch Randgebiete von Städten sind geeignete Lebensräume für die Rotfüchse, da sie keine besonderen Anforderungen an irhen Lebensraum stellen. Die ersten Stadtfüchse wurden in den 1930er Jahren in Londoner Vororten bekannt. Häufig sieht man sie auch in der Nähe von Straßen, die durch Wälder oder Freiflächen führen, wie hier in den Dolomiten in Norditalien.

Rehe

Das Reh oder genauer das Europäisches ist die in Europa häufigste und kleinste Art der Hirsche. Dabei sind Rehe näher mit Elchen oder Rentieren verwandt, als mit dem ebenfalls in Europa heimischen Rothirsch. Rehe besiedelten ursprünglich Waldrandzonen und Lichtungen, leben heute aber auch in anderen Habitaten. Aufgeschreckte Rehe suchen mit schnellen Sprüngen Schutz im nahegelegenen Dickicht oder schaffen Distanz. Häufig sieht man Rehe auf Feldern in der Nähe von Wäldern. Dabei haben die Tiere eine relativ hohe Fluchtdistanz, weswegen die beste Chance aus großer Entfernung z:B. aus dem Zug oder Auto besteht, eine Herde zu sehen.

Mäusebussard

Mäusebussarde bewohnt kleine Waldgebiete mitumliegenden Weiden, Wiesen oder Heide und gilt als häufigster Vertreter der Habichtartigen in Mitteleuropa. Sie sind häufig auf Pfosten entlang der Autobahn zu sehen und jagen häufig auf den Feldern von Landwirten. Sie profitieren von durch Menschen kurzgehaltene Vegetation, wie den hier frisch gemähten Wiesen im Schwarzwald.

Bienenfresser

Bienenfresser sind Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen. Im Sommer brüten sie in Steilhängen, wie in den Lösswänden im Kaiserstuhl bei Freiburg. Sie bevorzuent warmes Klima und galten Ende der 1980er Jahre in Deutschland als ausgestorben. In den letzten Jahren gibt es aber immer mehr Kolonien in Deutschland.